4BA

For Best Ager

Pensionskonto



Nun ist er da, über eine Woche nach meinem Onlinezugriff auf mein Pensionkonto, ist nun die papierene Info über meinen Pensionskontostand,  die sogenannte Erstgutschrift, bei mir eingetrudelt.

Was diese Papier-Pensionskontoauszug enthält:

  • zwei Zahlen, die zu erwartende Jahres- und Monats-Bruttopension zum Stand heute (also wenn ich heute in Pension gehen würde)
  • eine Aufstellung, auf welcher Basis die Beitragsmonate berechnet wurden
  • eine allgemeine Infobroschüre

So einiges hat mich da wirklich gewundert:

  1. Netto fehlt
    Wie schon früher vermutet gibt es keinen Nettowert auf dem Ausdruck, somit empfehle ich , ab zum Pensionskontorechner und dort die Werte erfassen als wenn man heute in Pension gehen würde (also als zukünftiges Einkommen Null eingeben). So erhält man mal einen Wert zum Angreifen …. dass sich da noch vieles ändern kann (gesetzliche Ideen und Änderungen unserer Poliker 😉 ) ist mittlerweile eh schon jedem klar.
    Trotzdem interessiert wohl die meisten kein Brutto, sondern das was man schlussendlich wahrscheinlich Cash bekommen wird.
  2. anonyme Aufstellung der Arbeitgeber
    Die Aufstellung durch welche Arbeitgeber (Firmenname) man sich die Monate erdient hat ist anonymisiert bzw. nicht angeführt.
    Statt des Namens des Arbeitgebers steht z.B. nur „Pflichtversicherung nach dem ASVG-Angestellter“, oder „Besuch einer Hochschule-nicht anrechenbar“.
    Will man also mehr Details wissen, braucht man entweder die alte Liste die man zur Überprüfung der Beitragsmonate vorab zum Check erhalten hat, oder man muss online im Pensionskonto nachsehen. Sonst wird die Überprüfung, um die im Schreiben ersucht wird, wohl schwierig.
  3. keine Info, wenn nicht anrechenbar
    Nett wäre auch gewesen, bei Monaten, die nicht auf die Pensionsberechnung angerechnet werden, zumindest einen Hinweis auf den Passus beizufügen, der (im Gesetz oder einer Broschüre oder im Internet) auch erklärt, weshalb denn dem so ist, nicht jeder ist Pensionsexperte 😉
  4. ein einfacher Brief
    Am meisten aber hat mich die Art der Zustellung verwundert.
    Im Internet setzt man vorbildlichst auf eine qualifiziert Handy-Signatur für den Zugriff auf die persönlichen Daten. Doch per Post gehen 2 Millionen Schreiben einfach als normale Postsendungen raus. Ist das kein Risiko ?  Nicht jeder sieht es positiv wenn der Nachbar sein Schreiben erhält uns es irrtümlich öffnet.
    Und auch wenn meine Statistik-Vorlesungen schon eine Weile her sind, so denke ich , dass bei dieser Menge an Schreiben die Möglichkeit von Fehlzustellungen durchaus gegeben ist.
    Leider wurde auch hier ,wie so oft, bei IT-Abläufen die Security so hoch als möglich geschraubt, alles was auf Papier ist wird aber behandelt wie vor 40 Jahren.
    Wie wäre es auch die Pensionsregelungen wie vor 40 Jahren zu beahndeln:
    Durchrechnung der besten 15 Jahre, Pension mit 55/60,…
    .. dort ist die Zeit auch auf Papier nicht stehengeblieben 😉

Aber genug der Kritik, denn grundsätzlich bin ich sehr froh, dass es nun die Möglichkeit der Onlineabfrage gibt. Das ist wirklich ein großer Schritt in die richtige Richtung !!!
Ich möchte mein Online-Pensionskonto nicht mehr missen.
Danke für diese Anwendung.

meine Meinung dazu

Sprachen
Definitionen
Newsletter
Werbung